Dancing at the End of the World
Design & Host
Ekstase

 

Seine Finger streicheln über meinen Rücken, bahnen sich einen Weg über mein Schulterblatt zu meinem Hals. Er berührt die zarte Haut über der Hauptschlagader mit dem Daumen, lässt sogleich seine Lippen folgen. Seine Zunge spielt und leckt über die Haut, ich verliere mich in dem Gefühl, das diese Berührungen auslösen. Ich spüre seinen Blick auf mir. Ich brauche ihn nicht zu sehen, um zu wissen, wo seine Augen ruhen. Sie wandern über mein Gesicht, meine Brüste, meinen Bauch, tiefer ... Eine Gänsehaut bedeckt meinen gesamten Körper, ich erschauere und lasse mich zurücksinken, liege nun auf der seidenen Bettwäsche. Meine Finger graben sich in den Stoff, wühlen sich einen Weg durch die Lust, die von dem Rascheln ausgeht.
Sein Mund entfernt sich von meinem Hals. Eine unangenehme, aber dennoch prickelnde Leere bleibt zurück, wo seine Lippen waren. Die Leere an anderen Orten wird aufgefüllt – auf meinem Mund, meinem Kinn, meinen geschlossenen Augen ... Seine Lippen fahren über meine Knospen, berühren sie beinahe flüchtig. Ich höre sein Lächeln.
Seine Zunge taucht in meinen Bauchnabel. Ich beisse mir auf die Lippen und lache plötzlich, weil ich weiss, dass er zu mir hochsieht. Er lacht ebenfalls, es ist sein Lachen. Auch um das zu wissen, brauchen meine Augen ihn nicht zu sehen. Ich sehe mit meinen Fingern. Sie tasten über sein Gesicht, fahren die Konturen seiner Lippen nach.
Ich seufze auf, als sein Mund noch tiefer strebt, sein Ziel erreicht. Kurz öffne ich sie, doch alles bleibt dunkel, und ich senke die Lider wieder. Augenblicklich bin ich nicht mehr blind ... ich spüre den Mond auf meiner Haut. Er lässt sie milchig erscheinen, weiss und zart.
Ich spüre noch mehr. Ich spüre die Lippen und die Zunge meines Geliebten. Die Berührungen lassen mich zittern, meine Finger suchen sich erneut ihren Weg durch die seidene Lust unter mir.
Der letzte Rest der Leere weicht.
Ich liebe ihn.
Ich liebe.

Mein abgehackter Atem singt ihm von meiner Liebe vor, meine Hände lassen die Seide weiter rascheln, ich tanze einen feurigen Tango mit der Erotik ... und ich sehe.

~*~

(c) by Sandfrauchen
Gratis bloggen bei
myblog.de